WAS IST NUAD THAI?

"Nuad Thai" bedeutet Thai-Massage. Nuad steht für Massage, bedeutet aber mehr als das, was wir im westlichen Sinne darunter verstehen. Es ist eine Energiearbeit, die wie andere östliche Methoden auch den gesamten Menschen, also Körper, Seele und Geist im Blick hat.

Die Wurzeln der Thai-Massage liegen in der ayurvedischen Medizin, wie sie bereits vor mehr als 2.500 Jahren in Indien entstanden ist. Mit der Verbreitung des Theravada-Buddhismus kam auch die Thai-Massage nach Thailand. Im Verlauf der Jahrhunderte kamen zu den indischen und ceylonischen auch Einflüsse aus der chinesichen Heilkunde hinzu. Traditionell würde eine intensive Ganzkörperbehandlung bis zu 3 Stunden dauern. In der Praxis hat sich eine 1 bis 2- stündige Ganzkörperbehandlung bewährt und stellt das übliche Mass dar. Manchmal kann bereits eine einmalige intensive Behandlung ausreichend sein. Zu therapeutischen Zwecken können mehrere kürzere Sitzungen in engem zeitlichen Abstand hilfreich sein. Zur Vorbeugung empfiehlt sich ein 2 bis 3-wöchiger Turnus.

Thai-Massage ist eine Wellness-Behandlung mit therapeutischer Wirkung. Sie steigert die Beweglichkeit, löst oberflächliche und tiefe Spannungen und bringt die natürlichen Körperenergien wieder frei zum Fliessen. Denn nur wenn die Energie in unserem Körper frei und ungestört fliessen kann, fühlen wir uns körperlich und seelisch gesund. Besonders gute Wirkung zeigt sich bei Kopf- und Nackenschmerzen, chronischen Rückenschmerzen, körperlicher und geistiger Überanstrengung, den typischen "Bürokrankheiten", aber auch bei Schlafstörungen und innerer Unruhe.

Thai-Massage dient dazu, Blockaden abzubauen, bevor sie sich seelisch und körperlich festsetzen. Sie dient aber auch dazu, die Flexibilität des Bewegungsapparates zu erhalten und zu erweitern. So sind ebenso Sportler wie auch in ihrer Bewegung behinderte Menschen, gestresste und bewegungsarme Menschen eine Zielgruppe für die Thai-Massage.

Mit dem Formativ Thai-Massage ist nicht erwartungsgemäß die Bedeutung einer anatomischen Massage verbunden. Vielmehr handelt es sich bei dieser, ursprünglich aus Thailand stammenden Technik, um eine ganzheitliche ayurvedische Heilmethode. Diese basiert wie viele andere fernöstliche Heilverfahren auf der Vorstellung von im Körper verlaufenden Energiebahnen, so genannten Meridianen. Auf diesen liegende Akupressurpunkte werden in die Behandlung involviert, die Lebensenergie Qi wird gesteigert. Bestandteile der Thai-Massage sind Akupressur-, Dehn-, Klopf- und Strecktechniken, Reflexzonenmassage, Yogaelemente, das "Gehen auf dem Rücken? und der Einsatz von heißen Kräuterkompressen. Durch diese wird nicht in erster Linie an der Muskelentspannung gearbeitet sondern an der Harmonisierung des Lebensflusses, am Gleichgewicht von Yin und Yang. So dient die Thai-Massage mehr der Prävention denn der Behandlung akuter Erkrankungen. Ähnlich dem japanischen Shiatsu erfolgt eine punktuelle Bearbeitung der Massagepunkte durch Daumen- und Handballendruck, Arme, Ellenbogen, Beine, Knie und Füsse. Eine Sitzung dauert in der Regel 1,5 - 2 Stunden. Aufgrund religiöser und kultureller Motivation bleibt die zu behandelnde Person während dieser Zeit vollständig bekleidet.